Optimierung von Unterwasserböschungen

Projekttitel: „Verminderung des Flächenverbrauchs durch die Rohstoffgewinnung durch Maximierung der gewinn- und nutzbaren Vorräte von Lagerstätten im Lockergestein unter besonderer Berücksichtigung der Gestaltung von Unterwasserböschungen“

Kooperationspartner: • Patzold, Köbke Engineers GmbH & Co.KG • TU Hamburg-Harburg

Förderung: DBU - Deutsche Bundesstiftung Umwelt 2002-2004

Projektbeschreibung: Die Gestaltung von Böschungssystemen - als Erdbauwerke im Sinne der DIN 4084 – bei der Gewinnung von Sand und Kies steht im Spannungsfeld zwischen den Interessen der Abbautreibenden und Aufsichtsbehörden. Einerseits ist den Abbautreibenden aus rohstoffwirtschaftlichen Gründen an einer möglichst steilen Böschung gelegen. Andererseits favorisieren Aufsichtsbehörden aus genehmigungsrechtlichen Gründen ausreichend standsichere und entsprechend flache Böschungen.

Im Vordergrund des FuE-Projekts stand die Entwicklung eines Planungssystems für Wasserwechselzonen und Unterwasserböschungen. Damit soll durch eine ganzheit-liche Betrachtung der lagerstätten-, gewinnungsverfahren- und gewinnungsgerät-bedingten Einflussfaktoren nachvollziehbare Empfehlungen zur standortabhängigen Gestaltung von Böschungssystemen möglich sein.

Das Ziel wurde unter anderem durch statistische Auswertung von zahlreichen Echolotpeilungen aus den bedeutendsten Sand- und Kieslagerstätten in Deutschland – unter granulometrischer, stratigraphischer und genetischer Zuordnung von charakteristischen Böschungssystemen zu verschiedenen Bodenarten und -gruppen oder Lagerstättentypen und -provinzen – erreicht. Bei Verfügbarkeit von lagerstättenkundlichen Informationen (z.B. aussagekräftige Schichtenverzeichnisse von Aufschlussbohrungen mit Korngrößenanalysen) und mit Vorgaben aus der jeweiligen Abbauplanung wird damit erst-malig eine praxisorientierte Gestaltung von standsicheren Wasserwechselzonen und Unterwasserböschungen ermöglicht.