Oberflächenerkundung

OberflächenerkundungLeistungsspektrum: 

Zur Oberflächenerkundung von Gewässersohlen werden hydrographische Systeme wie Seitensichtsonare oder Fächerlote eingesetzt. Bei Seitensichtsonardaten wird die akustische Rückstreuung von Oberflächen monochromatisch dargestellt. Prinzipiell haben die Daten dabei nur eine qualitative Aussage. Ein Seitensichtsonar (engl. Sidescan Sonar / SSS) lässt sich u.a. auch zur Kartierung von Sedimenten und Habitaten oder zur Detektion natürlicher Hindernisse, die in Form von Blöcken, Steinfeldern, usw. auf der Gewässersohle auftreten einsetzen. Dabei können aber ebenso verlorene Gegenstände und Störkörper wie bspw. Fischernetze, Munition oder andere anthropogen Objekte detektiert werden. Das Verfahren eignet sich daher ideal zur flächendeckenden Erkundung und zum Nachweis der Reinheit des Meeresbodens bei Wasserbaustellen wie Offshore-Windparks. Moderne hochauflösende Fächerlotsysteme liefern heutzutage ebenso Daten über die Oberflächenrückstreuung und können dazu kleinste morphologische Strukturen auf der Gewässersohle auf mikrobathymetrischer Ebene abbilden. Mit speziellen Computerprogrammen ist es möglich, aus der Oberflächencharakteristik eine einfache Bodenklassifikation der Gewässersohle zu generieren. Unter Hinzuziehung von repräsentativen Bodenproben bspw. durch den Einsatz eines Van-Veen-Greifers lassen sich daraus bestimmte Bodenarten ableiten und flächenhaft auskartieren kann.